Das sogenannte Maßnahmenpaket des neuen Kultusministers Konrad Clemens sorgte seit der Veröffentlichung am 10. März 2025 für Aufsehen – sowohl im geringen Umfang auf der positiven aber vor allem auf der negativen Seite.
„Der Unterrichtsausfall ist das Ergebnis der fatalen Sparpolitik. Bereits vor 20 Jahren hat der Sächsische Lehrerverband vor dieser Situation gewarnt. Wären damals weiterhin genügend Lehrkräfte eingestellt worden, sähe die Altersverteilung im Kollegium anders aus. Unbenommen ist die Situation angespannt durch Migration und Prognosefehler des Statistischen Landesamtes.
Aber Bildung kostet und so unser stv. Landesvorsitzender René Michel: „Bildung ist der einzige Rohstoff, den wir haben.“ Fazit: hausgemachte Probleme, vor denen mutwillig die Augen verschlossen wurden, brechen sich mit ungeheurer Wucht Bahn. LERNENDE & LEHRENDE leiden, eben die gesamte Bildungsqualität fällt weiter“, so René Michel, 1. stellv. Landesvorsitzender im SLV und Mitglied des Vorstand Junger SLV.
Auch Anne Witter, Vorsitzende des Jungen SLV und stellv. Landesvorsitzende des Sächsischen Lehrerverbandes äußerte sich deutlich zu den geplanten Maßnahmen: „Unbenommen ist, dass ältere Kolleginnen und Kollegen diverse Maßnahmenpakete ertragen haben. Besonders in Grund-, Ober- und Förderschulen mussten sie in Zwangsteilzeit arbeiten, hatten somit Einbußen bei Realeinkommen und dann in der Rente, wurden erst 2019 vollständig in derselben Entgeltgruppe eingruppiert, haben also wiederum weniger Geld erhalten, durften nicht mehr verbeamtet werden.
Das Regelstundenmaß wurde „vorübergehend“ erhöht.
Außerdem schlägt das neue Paket auch vor, die Referendariatsausbildung zu straffen und die Anrechnungsstunden für Haupt- und Fachausbildungsleitende zu verringern/ zu streichen? Wie soll hier noch Qualität erhalten werden. Schulbezogene Anrechnungsstunden sollen gekürzt werden.
Die Verwaltungsarbeit an den Schulen nimmt aber nicht ab. Im Gegenteil. Es ist in meinen Augen vorschnell und leichtfertig, solche Maßnahmen zu veröffentlichen und die Lehrkräfte im Unklaren zu lassen.“
Eure Gewerkschaft, der Junge Sächsische Lehrerverband, setzt sich für eure Interessen ein, die mit dem Maßnahmenpaket nicht gefördert werden. Wir und der SLV bieten euch die Möglichkeit, mit uns über eure Sichtweise und Befürchtungen ins Gespräch zu kommen.
Deine Meinung zählt!
Wir sehen Deine Sorgen und sind für Dich da! Für unsere Mitglieder bietet der SLV in der kommenden Woche regionale Videokonferenzen zum Thema „Maßnahmenpaket des SMK“ an. Zusätzlich wird es auch einen Extra-Termin für Junge SLV Mitglieder geben. Bitte nutze diese Gelegenheit und teile uns Deine Bedenken, Deine Meinung, aber auch Deine Vorschläge oder Ideen zur Entlastung oder Abfederung dieser Maßnahmen mit.
Die Termine der Videokonferenzen gehen Dir in einer Mitglieder-Mail zu.