Bewerbung und Einstellung in den Schuldienst

Regionalstellen der Sächsischen Bildungsagentur (SBA)Die Einstellungen von Lehrkräften werden im Rahmen von zentralen Einstellungsverfahren jeweils zum 1. Februar und 1. August des Jahres durch die Sächsische Bildungsagentur (SBA) und ihre Regionalstellen in Bautzen, Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau durchgeführt. Auch außerhalb dieser Termine sind durchaus Einstellungen möglich, im Rahmen des Programms Unterrichtsversorgung oder aufgrund unbesetzter Stellen.

Einstellungen erfolgen im Rahmen der verfügbaren Stellen und Mittel auf der Grundlage der schulartspezifischen Bedarfe der Regionalstellen. Mit Umsetzung des Maßnahmenpakets der Staatsregierung werden ab dem Schuljahr 2017/2018 auch schulstandortspezifische Bewerbungen ermöglicht. Dazu werden vor Bewerbungsbeginn bis zu 20 Prozent aller frei werdenden und zu besetzenden Stellen schulscharf ausgeschrieben. Das heißt, an Schulen mit unbesetzten Stellen bzw. fächerspezifischem Lehrerbedarf können gezielte Einstellungen erfolgen. Das Angebot, sich im Vorfeld des regulären Einstellungsverfahrens für bestimmte Schulstandorte zu bewerben, richtet sich nur an grundständig ausgebildete Lehrkräfte, auch vor Abschluss ihrer Ausbildung. Die Veröffentlichung der Standorte der schulscharfen Ausschreibungen erfolgt unter: www.Lehrer-werden-in-Sachsen.de.

Bewerber/-innen werden aufgrund der fächerspezifischen Bedarfe ihrer Schularten sowie nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ausgewählt. Interessenten mit ausländischen pädagogischen Abschlüssen und nichtdeutscher Muttersprache müssen in Deutsch mindestens das Niveau C1 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens vorweisen. Bewerbungsformulare sind unter www.Lehrer-werden-in-Sachsen.de zu finden. Die vollständigen Bewerbungsunterlagen müssen in einer der fünf Regionalstellen der SBA (ab 2018 Landesschulamt) eingereicht werden, und zwar in der, die vom Bewerber als Erstwunsch genannt ist. Dort erfolgt die Datenerfassung für das zentral geführte Einstellungsverfahren.

Bewerberinnen und Bewerber mit Erster und Zweiter Staatsprüfung bzw. dem Abschluss Master of Education und Staatsprüfung für ein Lehramt/Höheres Lehramt bilden die Bewerbergruppe A. Diese bewirbt sich in der Regel für eine Schulart entsprechend ihrer Ausbildung. Zudem können sich

  • Lehrkräfte mit dem Lehramt an Gymnasien auch für Berufsbildende Schulen, Oberschulen, Förderschulen und Grundschulen,
  • Lehrkräfte mit dem Lehramt an berufsbildenden Schulen auch für Gymnasien, Oberschulen, Förderschulen und Grundschulen,
  • Lehrkräfte mit dem Lehramt an Mittelschulen auch für Förderschulen und Grundschulen,
  • Lehrkräfte mit dem Lehramt an Grundschulen auch für Förderschulen

bewerben.

Lehramtsabsolventen mit vollständiger Lehrerausbildung für eine andere Schulart (in der Regel Gymnasium oder berufsbildende Schule), die sich verpflichten, mindestens drei Jahre an einer sächsischen Ober- oder Grundschule zu arbeiten, haben die Zusage erhalten, dass sie im Anschluss an einer Schule der Schulart, die ihrer Ausbildung entspricht, eingesetzt werden. Im Zuge des Einstellungsverfahrens zum 1. August 2017 erhielten ausgebildete Gymnasiallehrer/-innen das Angebot einer Einstellung am Gymnasium (d. h. EG 13) bei gleichzeitiger Abordnung für drei Jahre an eine Grund-, Ober- oder Förderschule. Bezüglich des Regionalstellenbereichs besteht für Bewerberinnen und Bewerber generell die Möglichkeit, drei Einsatzwünsche anzugeben. Ein Erstwunsch ist obligatorisch. Der Interessent kann auch vermerken, dass er sich für alle fünf Regionalstellen bewirbt. Die bewusste Wahl der Einsatzwünsche und der Einsatzregionen (Rangfolge) beeinflusst die Einstellungschancen für die jeweilige Regionalstelle. Neben einschlägiger Berufserfahrung (mindestens sechs Monate befristet als Lehrkraft in Sachsen oder mindestens vier Jahre in einem anderen Bundesland) kann auch die Ausbildung in einem dritten ordentlichen Unterrichtsfach (nach LAPO I) die persönliche Leistungszahl, nach der die Vergabe der Stellen erfolgt, verbessern.

Das Auswahlverfahren erfolgt in der Regel erst nach Vorliegen der Noten der Zweiten Staatsprüfung. Absolventinnen und Absolventen der Lehrerausbildungsstätten im Freistaat Sachsen können mittels einer Einverständniserklärung veranlassen, dass die zuständige Regionalstelle das Ergebnis der Zweiten Staatsprüfung vom Referat Lehrerausbildung direkt abfragt und in das Bewerbungsverfahren einbezieht. Einstellungsangebote werden von der jeweiligen Regionalstelle der SBA per Mail an die ausgewählten Bewerber/-innen geschickt. Die Rückmeldung muss binnen einer Frist von zwei Tagen erfolgen. Nicht berücksichtigte Bewerber/-innen werden von der SBA vor Beendigung des Einstellungsverfahrens über den Ausgang ihrer Bewerbung, die nächsten Einstellungstermine und die nicht besetzten Stellen informiert. Einstellungstermine erfolgen in der Regel zu Schuljahresbeginn. Abweichend davon können insbesondere schulscharfe sowie befristete Einstellungen zur Unterrichtsversorgung auch im Laufe des Schuljahres vorgenommen werden.

Die ersten schulscharfen Einstellungen erfolgen voraussichtlich im September 2017.

Fragen zum Bewerbungsverfahren beantworten wir Euch gern per E-Mail oder telefonisch unter 0351 8392218.