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persönliche Worte von Clara Höllerl

Foto: Christian Hüller

Danksagung

Mein Vater sagte schon vor sieben Jahren, als ich meine Studienzeit in Leipzig begann:
Genieße es! Die Studienzeit ist die schönste Zeit im Leben!
So wie er kann nun auch ich auf diese von ihm so romantisierten Jahre zurückblicken.

Im Oktober 2016 begann ich mein Lehramtsstudium. Mit viel Interesse und Eifer – besonders im Bereich der Germanistik – , mit einigen bereits gesammelten Erfahrungen zum universitären Arbeiten und Alltag und mit neuen Freunden an meiner Seite, die ich bereits in der Einführungswoche kennengelernt hatte und die mich die nächsten fünf Jahre weiterhin begleiten sollten. Während dieses Studiums wuchs ich an jeder neuen Herausforderung. Viel mehr als nur fachliches Wissen und pädagogische Fertigkeiten konnte ich mir in dieser bewegten Zeit aneignen.
So lernte ich so manches über mich selbst und über meine Persönlichkeit. Über meine Stärken und Schwächen und die Dinge, die mir besonders am Herzen liegen.

Das Interesse und die Neugier am wissenschaftlichen Arbeiten und Forschen wurden bei mir besonders in den Seminaren der germanistischen Mediävistik bei Frau Professor Griese geweckt. Hier lasen und diskutierten wir sehr ergiebig die verschiedenen mittelalterlichen Texte und gewannen dabei tiefe Einblicke in diese literarisch oft so unterschätzte Epoche. Frau Professor Griese ermutigte uns stets dazu, über den Tellerrand der bereits bestehenden Forschung hinauszudenken und unsere Ideen und Fragen zu den Texten zu äußern, selbst wenn sie uns zunächst einmal abwegig erschienen. Zum Beispiel: Ob eine durch und durch negativ dargestellte Verräterfigur bei ihrer Tat nicht doch ihrem Gewissen folgt. So kam ich zum Thema meiner Examensarbeit.

Dass meine Leistung heute mit dem Examenspreis ausgezeichnet werden kann, verdanke ich somit vor allem auch ihr, Frau Professor Griese. Sie zeigte sich von Anfang an begeistert von meinem Thema, ermutigte mich, meine Idee für die Staatsexamensarbeit weiterzuverfolgen und auszubauen und betreute mich in dieser Zeit mit sehr viel Engagement, wertvollen Ratschlägen und stets einem offenen Ohr. Nicht zuletzt schlug sie mich auch für den Examenspreis vor. Für all dies bin ich ihr sehr dankbar.

Meinem Zweitbetreuer, Herrn Dr. Beifuss, möchte ich in diesem Zuge auch meinen Dank für die Betreuung meiner Arbeit aussprechen.

Ebenso verbunden bin ich meiner Familie, die mich während meiner gesamten Studienzeit auf unterschiedlichste Weise gefördert hat und die vor allem in der Abschlussphase eine besondere Stütze gewesen ist. Ich danke meinem Vater, der so manches Mal als Publikum für anstehende Referate herhalten musste und meiner Mutter, die meine Staatsexamensarbeit korrekturgelesen hat, obwohl sie in dieser Zeit stark mit ihrer Gesundheit zu kämpfen hatte. Und ich danke Erik, der ebenfalls meine Arbeit gelesen hat, so manchen Abend mit mir über ihren Inhalt diskutiert und noch viele guten Gedanken dazu beigesteuert hat; der mir in dieser aufreibenden Zeit viel Verständnis entgegengebracht hat, der mir Kraft und Zuversicht gegeben und mir Umarmungen und Tee bereitgestellt hat.

Besonders dankbar bin ich auch meiner Freundin Eileen. Auch sie hat meine Arbeit gelesen und mir mit ihrem scharfen Verstand so manchen wertvollen Ratschlag zu ihrer Verbesserung gegeben. Die Abende mit ihr während des Studiums, bei Sushi und Tee in der Leipziger Innenstadt, die philosophischen Gespräche und Schwärmereien über Literatur und ihr stets offenes Ohr und verständnisvolles Wesen schätzte und schätze ich sehr.

Auch meinem besten Freund Fabian sei gedankt, der in den letzten Monaten des Studiums in langen Telefonaten oft mein Kummerkasten und Trostspender war.

Zuletzt möchte ich meinen Freunden Mette, Hannah, Marika und Hannes danken, die mir während des Studiums und in dessen Abschlussphase gezeigt haben, wie gut alles funktionieren kann, wenn man zusammenhält, sich gegenseitig hilft und immer im Austausch bleibt. Das Lernen für die Abschlussprüfungen war mit euch weniger beschwerlich und mündete oft in heitere Abende mit Wein und Spielen; genau so wie in den vergangenen fünf Jahren, in denen wir das Studium gemeinsam bestritten, zusammen lernten, lachten, feierten und in den Urlaub fuhren. Ihr habt mir diese Zeit auf besondere Weise versüßt.

Und so verabschiede ich mich von der Universität Leipzig und – mein Vater sollte recht behalten – von einer wirklich wunderbaren Zeit!

Clara Höllerl