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Sachsen sucht immer noch Lehrerinnen und Lehrer

Wichtig: Die Bewerbungsfrist endet am 7.09.2017!

Erstmals führt der Freistaat Sachsen das Verfahren schulscharfer Einstellungen zur Besetzung noch offener Lehrerstellen durch. Die schulscharfen Ausschreibungen, die bereits in den Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Staatsregierung Thema waren, richten sich an grundständig ausgebildete Lehrkräfte. Der Sächsische Lehrerverband und der Junge SLV begrüßen dieses Verfahren, welches auch in Zukunft die Möglichkeit bietet, vor den turnusmäßigen Einstellungsverfahren zum 1. Februar und zum 1. August Lehrernachwuchs für bestimmte Schulstandorte zu gewinnen.

Für die fünf Regionalstellen der Sächsischen Bildungsagentur ist dieses Verfahren Neuland und eine große Herausforderung. Bereits im zurückliegenden Einstellungsverfahren wurden 1.400 Lehrerstellen sachsenweit besetzt. Im Laufe des Schuljahres sind nach Einschätzung des Sächsischen Lehrerverbandes ca. 600 weitere Einstellungen notwendig, um ausscheidende Lehrkräfte zu ersetzen. In Sachsen wird es zum Schulhalbjahr nur ganz wenige Absolventen des Vorbereitungsdienstes geben. Das liegt in der Verlängerung des Vorbereitungsdienstes von 12 auf 18 Monate begründet. Aufgrund des leergefegten Lehrer-Arbeitsmarktes wird es schwer werden, qualifizierte Bewerber für das aktuelle schulscharfe Einstellungsverfahren zu finden.

Die Gewinnung qualifizierten Lehrernachwuchses und die Absicherung des Unterrichts werden auch in den kommenden Jahren große Herausforderungen sein. Dabei ist die Gestaltung und Durchführung des Einstellungsverfahrens in den Schuldienst des Freistaates Sachsen ein entscheidender Punkt zur Gewinnung einer ausreichenden Anzahl von Bewerbern, um die schulart- und fächerspezifischen Bedarfe in allen sächsischen Regionen abdecken zu können.

Sachsen befindet sich in Konkurrenz mit anderen Bundesländern. Lehrerinnen und Lehrer, die hier gut ausgebildet wurden, werden von Ländern mit attraktiveren Arbeitsbedingungen und transparenten Einstellungsmodalitäten abgeworben. Servicequalität und eine zügige  arbeitsvertragliche Bindung der Bewerber sind weitere Faktoren in diesem Wettbewerb.

Nach Vorstellungen des Sächsischen Lehrerverbandes und des Jungen SLV müssten die fünf Regionalstellen der Sächsischen Bildungsagentur so ausgestattet werden, dass sie zusätzliche Aktivitäten entfalten können, um potentiellen Lehrernachwuchs zu gewinnen, auch aus anderen Bundesländern. Es genügt nicht, auf Bewerbungsschreiben zu warten. Man muss auf den Lehrernachwuchs zugehen und die Servicequalität weiter steigern.

Hier findet ihr die 102 Stellenausschreibungen im Internetportal des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus:

http://www.lehrerbildung.sachsen.de/stellenausschreibungen.php

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